Geschichte der Wackenmühle Hemmersdorf

Ein halbes Jahrtausend schon existiert die Wackenmühle in Hemmersdorf, die bereits im Jahre 1563 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Im Jahre 1855 bauten Michel Bettinger und seine Frau Elisabeth Louis die Wackenmühle nach dem heutigen Umriss neu und betrieben sie als öl-und Getreidemühle. Nach Michel Bettingers Tod übernahm sein Sohn Matthias Bettinger die Mühle. Der Nachfolger von Matthias war wiederum dessen Sohn Michel Bettinger. Der letzte Müller der Wackenmühle war bis zu seinem Tod 1968 Ludwig Bettiner, Sohn von Michel Bettinger. Er legte damals im Zuge der Konkurrenz der Großmühlen die Wackenmühle still und seine Witwe Maria Thiel erwirbt das Wohngenbäude.

Karl Weiskopf, der Michel Bettingers Tochter Eugenie geheiratet hatte, baute ein Teil der Mühle als Gastwirtschaft und Campingplatz im Jahre 1956 um. Bis 1973 wurde die Gastwirtschaft von Karl und Eugenie betrieben.

Von 1973 bis 2003 übernahm Karin Weiskopf, Tochter von Karl Weiskopf, mit Ehemann Jean Jacques Biehl die Gastwirtschaft.

Das Mühlenrad, welches 1950 in einer Eisenkonstruktion erneuert wurde, dient seit 1993 als Antrieb einer Wasserkraftnutzanlage zur Stromerzeugung.

Aufmerksamkeit erregte die Mühle stets bei Hochwasser, wenn die Nied ihr Flussbett verließ und nicht selten auch den dazugehörigen Campingplatz überflutete. Camping ist heute Vergangenheit. Die Naturlandstiftung Saar hat im Jahre 2006 den Campingplatz weitgehend renaturiert.

Die Gastwirtschaft der Wackenmühle heute wird seit 2003 von Pascal Biehl, Sohn von Karin und Jean-Jacques Biehl, und seiner Ehefrau Tanja Biehl betrieben.